Was war los? …im November 2025
Was war los im Januar? – Rückblick aus dem Gemeinderat Bergfeld
In der jüngsten Ratssitzung berichtete Bürgermeister Ralf Michel über eine Vielzahl aktueller Themen, die die Gemeinde Bergfeld im neuen Jahr beschäftigen. Neben wichtigen Informationen zu laufenden Projekten standen insbesondere Dorfentwicklung, Verkehr, Energie und der Haushalt 2026 im Mittelpunkt.
Gesundheitslotsin: Förderantrag in Prüfung
Ein Schwerpunkt der Sitzung war die geplante Gesundheitslotsin für die Gemeinden Bergfeld und Tiddische. Die Gemeinde hat gemeinsam mit Bettina Harms einen Förderantrag ausgearbeitet, der derzeit beim Landkreis Gifhorn geprüft wird und anschließend an das Sozialministerium weitergeleitet wird. Bei Bewilligung wäre die Stelle für drei Jahre vollständig finanziert. Im März soll der Rat erneut beraten.
Eichenprozessionsspinner: Gemeinde koordiniert Meldungen
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners breiten sich zunehmend aus Richtung Rühen und Parsau nach Bergfeld aus. Der Bürgermeister informierte darüber, dass betroffene Grundstückseigentümer sich bei der Gemeinde melden können. Die eingehenden Meldungen werden gesammelt und anschließend an die Firma Ekarius weitergeleitet, die die Bekämpfungsmaßnahmen übernimmt. Die Kosten tragen die jeweiligen Grundstückseigentümer.
Erdverkabelung der Oberstromleitung
Die LSW plant, die bestehende Oberstromleitung im Zusammenhang mit dem Solarpark Parsau unter die Erde zu verlegen. Betroffen ist der Leitungsabschnitt zwischen Bergfeld und Parsau.
Verkehrszählungen und Geschwindigkeitsdaten
Der Landkreis Gifhorn hat aktuelle Verkehrszählungen durchgeführt. Die Querungszahlen an der Bushaltestelle reichen nicht aus, um eine Dunkelampel zu rechtfertigen. Unabhängig davon sollen weitere Verkehrsdaten erhoben werden. Grundlage ist ein Kreistagsbeschluss vom 27. August 2025, der vorsieht, das Geschwindigkeitsniveau an Ortsein- und ausfahrten systematisch zu erfassen. Die Datenerhebung soll über die Geschwindigkeitsdisplays der Gemeinden erfolgen.
Finanzbericht 2025 und Haushalt 2026
Unter Tagesordnungspunkt 5 stellte Bürgermeister Michel den Finanzbericht für das Jahr 2025 vor. Die Gemeinde befindet sich weiterhin in einer soliden finanziellen Lage. Die höheren Haushaltsansätze im Bereich der Dorfentwicklung für das Jahr 2026 erklärte Michel mit notwendigen Vorleistungen, die die Gemeinde im Rahmen der Förderprogramme erbringen muss.
Dorfentwicklungsprogramm: Kleinstprojekte und Arbeitsgruppen
Bürgermeister Michel berichtete anschließend über den Stand des Dorfentwicklungsprogramms. Privatpersonen und Vereine waren aufgerufen, Kleinstprojekte einzureichen, die mit bis zu 2.500 Euro gefördert werden können. Über die Auswahl entscheidet der Arbeitskreis Dorfentwicklung am 26. Februar.
Im zweiten Teil erläuterte der Bürgermeister die Fortschritte bei der Erstellung des Dorfentwicklungsplans. Die Projekte werden zu 90 Prozent gefördert, allerdings muss die Gemeinde zunächst in Vorleistung gehen, was sich im Haushalt 2026 widerspiegelt. Für die Erarbeitung des Plans wurden vier Arbeitsgruppen gebildet. Aus dem Gemeinderat wirken Pierre Hilmer („Sport und Spielplätze“) und Ralf Michel („Demografischer Wandel und Altersvorsorge“) mit.
Auswertung der Geschwindigkeitsdisplays
Ratsmitglied Mietz stellte die aktuellen Messdaten der beiden Geschwindigkeitsdisplays vor, die im Bereich der Schule dauerhaft installiert sind. Die Tafeln liefern kontinuierlich Daten zum Verkehrsaufkommen und Geschwindigkeitsverhalten. Um künftig auch andere Bereiche des Ortes erfassen zu können, soll eine zusätzliche mobile Messtafel angeschafft werden. Diese kann flexibel an verschiedenen Standorten eingesetzt werden und ermöglicht bedarfsgerechte Auswertungen.
Freiflächenphotovoltaik zwischen Parsau und Bergfeld
Zum geplanten Solarpark zwischen Parsau und Bergfeld begrüßte der Rat Herrn Tino Nagel, Senior Projektmanager der GME Ventures AG. Herr Nagel stellte das Projekt ausführlich vor und erläuterte unter anderem die EEG-Vergütung, die typischerweise bei 5,5 bis 6 Cent pro Kilowattstunde liegt. Ausgleichsmaßnahmen wie Heckenpflanzungen sollen im weiteren Planungsverlauf ergänzt werden. Herr Nagel ging zudem auf die mögliche Akzeptanzabgabe nach § 6 EEG ein, die der Standortgemeinde bis zu 0,2 Cent je eingespeister Kilowattstunde einbringen kann. Zusätzlich könnten Gewerbesteuereinnahmen entstehen, sofern der Solarpark Gewinne erzielt. Vereine sollen eine Unterstützung von 5.000 Euro erhalten. Weitere Themen waren naturschutz- und brandschutzrechtliche Anforderungen sowie die Notwendigkeit städtebaulicher Verträge. Bürgermeister Michel betonte, dass noch zahlreiche Details zu klären seien und der Rat ausreichend Zeit zur Beratung erhalten solle. Für Bergfeld sind im Flächennutzungsplan insgesamt 24 Hektar für Photovoltaik vorgesehen, In Bergfeld sind 24 Hektar ausgewiesen, davon entfallen etwa 4,5 Hektar auf das Projekt zwischen Tiddische und Bergfeld. Es verbleiben somit rund 19 Hektar. Der Rat folgte dem Beschlussvorschlag des Bürgermeisters: Zunächst soll die Abstimmung mit der Samtgemeinde erfolgen, anschließend ein städtebaulicher Vertrag erarbeitet und darauf aufbauend ein Bebauungsplan erstellt werden. Ein endgültiger Beschluss soll in der Sitzung am 10. März gefasst werden. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.
Gemeinde Bergfeld
